Wahlberichterstattung
Diejenigen, die an einer Wahlsendung beteiligt sind, erleben diese demokratische Institution vom Anfang bis zum Ende, von der Einteilung der Wahlbezirke über Kommentare der Politiker und Politikerinnen bis zum Endergebnis. Bei allen an der Wahlsendung Beteiligten ist somit ein erheblicher Erkenntnisgewinn für die politischen Willensbildungsprozesse zu erwarten und, durch das Arbeiten im Team, Zugewinne an sozialer Kompetenz.
Durchführung
Für
die Durchführung von Wahlsendungen ist eine intensive
Auseinandersetzung mit Politik auf inhaltlicher und struktureller
Ebene und ein hohes Maß an sozialer Kompetenz notwendig. Da
programmliche und organisatorische Abläufe nicht exakt planbar
sind, müssen alle vor und hinter der Kamera Mitwirkenden wie
Redakteure, Reporter, Interviewer, Moderatoren, Kameraleute,
Beleuchter, Tonmischer und Bildregisseure unter großem
Zeitdruck Hand in Hand arbeiten.
Im Zusammenhang mit einer Wahlsendung befassen sich etwa 150 Personen mit technischen, journalistischen und organisatorischen Abläufen. Da ein solch umfangreiches Projekt weder von einzelnen noch von Redaktionsgruppen bewältigt werden könnte, wird das Wahlberichterstattungsteam von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Offenen Kanals unterstützt. Eine Kollision mit dem Selbstverständnis des Offenen Kanals als politisch neutrales Instrument tritt nicht ein, denn die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des OK haben lediglich eine koordinierende Funktion.
VoraussetzungMitmachen können alle, die sich für Medien und Politik interessieren oder die sich gerne einen Einblick in Hintergründe und Abläufe verschaffen möchten.
Termin
Erste
offene Vorbereitungstreffen finden jeweils etwa 4 Wochen vor dem
Wahltag statt.
Weitere
Informationen
Offener
Kanal Kiel
Hamburger Chaussee 36
24113 Kiel
Fon: 0431 -
640040 oder info@okkiel.de
Kommunalwahl am 26.05.2008: OK in Kiel, Flensburg, Lübeck und an der Westküste informierte
In Kiel hatte
der OK Kiel den Ratssaal in ein Wahlstudio verwandelt, in dem auf vier
Bühnen Zahlen,
Gespräche und Musik dominierten. Aussenschaltungen nach
Rendsburg, Neumünster und Schwentinental ergänzten das Angebot. In Lübeck konnte der OK sogar eine Hochrechnung der Thomas-Mann-Schule präsentieren. In Flensburg hatte die dortige IGS Fragen mit jugendpolitischem Schwerpunkt vorbereitet. An der Westküste war
der OKWK in Heide und in Husum aktiv und berichtete. Die bis zu
vierstündigen Livesendungen waren in den Rathäusern und vor dem
Bildschirm vielbeachtete Informationsquelle.In Kiel hatte der OK - einmal in vier Jahren - die Lufthoheit im Ratssaal. Mit Unterstützung der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung gab es Gespräche und Fakten rund um die Wahl.
Bürgermeisterin und Fraktionsvorsitzende, ein
amtierender und ein ex-Stadtpräsident, Wahlleiter und Wahlexperten
standen Thomas Borowski Rede und Antwort.
Die aktuellen Zahlen
bereitete - wie den letzten 12 Jahren - Jan Boye verständlich
grafisch auf. Carsten Langner moderierte die Elefantenrunde um
20.15 mit allen Vorsitzenden der zukünftigen Ratsfraktionen. Georg
Schroeter, "Hauspianist" des OK Kiel, unterhielt am Klavier mit Boogie
und Rock'n Roll immer dann, wenn eine Verschnaufpause fällig war. Und
drei Aussenreporter trugen ebenfalls zur Sendung bei: Jon Nielsen
konnte
um kurz nach 19 Uhr als erster aus Neumünster - im Gespräch mit OB
Unterlehberg - ein
"Vorläufiges amtlichen Endergebnis" melden. Stefan Szczuka informierte
aus dem Rathaus im Ortsteil Raisdorf der Stadt Schwentinental - Ex- und
Interimsbürgermeister Schade als Wahlleiter war natürlich Dauergast.
Christiane Salzbrenner war im Kreistag Rendsburg und konnte nicht
soviel Zahlen zur Kreistagswahl beibringen wie erhofft. In einer
Gemeinde gab es Auszählungsprobleme, so dass Landrat von Ancken
erst gegen 21 Uhr das Ergebnis zur Kreistagswahl live im OK
verkünden konnte. Als der OK um 21.45 Uhr off air ging, war das
Ergebnis zur Landratswahl aber noch immer nicht klar. "Vier Stunden
live ohne große Pannen - das war Spitze" bemerkte Moderator Borowski am
Ende der Sendung.In Lübeck ging das Team der Thomas-Mann-Schule, ca. 100 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 13, um 16.00 Uhr live aus dem Lübecker Rathaus auf Sendung im OK Lübeck. Nachdem die TMS-Wahlumfrage vor einer Woche schon für viel Wirbel in der Hansestadt gesorgt hatte, bestätigten die 18.00 Uhr-Prognose sowie die Hochrechnungen der TMS die überraschenden Ergebnisse der Wahl. Stolz waren die Schülerinnen und Schüler nicht nur darauf, dass die Abweichungen zum tatsächlichen Wahlergebnis sehr gering waren, sondern auch auf die Interviews, Berichte und die "Lübecker Elefantenrunde", die die "Journalistengruppe" des Teams im Offenen Kanal umsetzte. Reporter aus den OK-Außenstudios in Bad Segeberg und Ratzeburg steuerten die dortigen Ergebnisse zur Sendung bei. - Nur auf die Ergebnisse der Landratswahl in Bad Segeberg konnten die OK-Wahlberichterstatter nicht warten; diese standen erst um Mitternacht fest.
In Flensburg berichtete der OKF und die Projekt-AG "Wahl 2008" der Integrierten Gesamtschule Flensburg (IGS) am Wahlabend ausführlich in einer dreieinhalbstündigen Sondersendung live aus dem Bürgersaal des Rathauses. Holger Heitmann – Lehrer und Moderator der Sendung – präsentierte gemeinsam mit seinen acht Schülerinnen und Schülern der Projekt-AG Zahlen, Daten und Fakten dieses Wahlabends. Darüber hinaus waren Politikerinnen und Politiker aller Parteien, u. A. Stadtpräsident Hans Hermann Laturnus, in der Sendung zu Gast und standen den jugendlichen Reportern in Interviews Rede und Antwort. Ein Schwerpunkt dabei waren dabei kommunalpolitische Themen, die vor allem für junge Erwachsene relevant sind.
An der Westküste hatten sich 54 Schülerinnen und Schüler des Werner-Heisenberg-Gymnasiums in Heide während eines mehrmonatigen Radioprojektes mit dem Offenen Kanal auf den Wahlabend vorbereitet. Zum Abschluss des Projektes gab es am Sonntag, den 25. Mai eine Live-Sendung ab 17.30 Uhr aus dem Funkhaus in der Landvogt-Johannsen-Str. mit Live-Schaltungen in die Kreishäuser in Heide und Husum sowie in einzelne Wahllokale. Natürlich hatten die Radiomacher auch die Bürgermeisterwahl in Büsum im Blick, wo zehn Kandidaten um das Amt des Verwaltungschefs konkurrierten.






